Ich will kein Kind. Dreizehn Geschichten über eine unpopuläre Entscheidung

Hervorgehoben

Kinder haben macht glücklich.
Keine Kinder haben auch.

Das Kinderthema ist ein Dauerbrenner. Sterben die Deutschen aus? Was stimmt nur mit den Kinderlosen nicht? Bei dieser Debatte kommen Menschen, die sich einfach keine Kinder wünschen, selten zu Wort.

Hier erzählen dreizehn Männer und Frauen: Wieso haben sie sich gegen Kinder entschieden? Was ist ihnen im Leben wichtig? Die Autorinnen ergänzen diese Porträts um Zahlen und Hintergründe. Und es zeigt sich: Kinderlose sind nicht schuld an einer „demografischen Katastrophe“. Sie sind nicht egoistischer als Eltern und auch nicht einsamer. Und nein: Ein Kinderwunsch ist nicht „natürlich“.

Ein Buch für alle, die sich bewusst für oder gegen ein Kind entscheiden wollen. Und für alle, die sich für vielfältige und gleichberechtigte Lebensentwürfe einsetzen.

Das Buch ist im Mabuse-Verlag erschienen.

Lesung im Beginenhof Berlin am 24. Juni 2014

Sonja Siegert und Anja Uhling lesen am 24. Juni ab 19 Uhr aus ihrem Buch. Der Veranstaltungsort ist das Beginenhof-Wohnprojekt in Berlin-Kreuzberg, Erkelenzdamm 51. Anschließend ist Zeit zur Diskussion. Die Veranstaltung findet im Rahmen des Geschichtssalons im Beginenhof in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Frauengesundheit, Regionalgruppe Berlin, und dem Deutschen Ärztinnenbund, Regionalgruppe Berlin/Brandenburg statt.

Lesung der Autorinnen bei pro familia Darmstadt am 26.3.

Am 26. März ab17 Uhr lesen Sonja Siegert und Anja Uhling aus den Porträts des Buches und gehen in einer sachkundige Einführung auf Zahlen und Hintergründe ein. Sie stellen ihre Position, dass Kinderlose nicht schuld an einer „demographischen Katastrophe“ sind, zur Diskussion.

Hier gibt es mehr Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung (bis 17.3.!).

Und ein schöner Artikel, der die Veranstaltung ankündigt, ist im Darmstädter Echo erschienen.

Brief an „Panorama“

Hier der Brief, den Anja Uhling nach dieser Sendung an den verantwortlichen Redakteur geschrieben hat:

Hallo Herr Berbner,

dass ich entsetzt bin über das, wofür Sie mich da missbraucht haben, muss ich Ihnen sicher nicht mitteilen. Aber ich möchte Ihnen sagen, dass ich es sehr schade finde, dass ein so komplexes Thema – zu dem ich wirklich mehr mitgeteilt habe, als die beiden Zitate vermuten lassen – auf ein solches Niveau heruntergedimmt wird. Das hat das Thema nicht verdient.

Ich hatte mich intensiv auf das Thema vorbereitet, Zahlen und Zusammenhänge recherchiert zur Familienförderung, zur Finanzierung der gesetzlichen Rentenversicherung, zum demographischen Wandel, zu Geburtenraten im Wandel der letzten 130 Jahre, zur volkswirtschaftlichen Notwendigkeit der Gleichzeitigkeit von Elternschaft und Kinderlosigkeit, zu den ganzen komplexen Zusammenhängen; mir war wichtig klarzustellen, dass die Linien für die allermeisten Kinderlosen und auch für die allermeisten Eltern nicht zwischen Familien und Kinderlosen verlaufen, dass ich die Armut, in der hier viele Kinder leben, unerträglich finde, dass niemand Fronten will…

Eine halbe Stunde (!) habe ich genau zu alledem gesprochen und immer wieder gesagt, dass das eine komplexe Debatte ist und dass ich mir nicht anmaße, sie entscheiden zu können, sie aber seriös führen möchte – und Ihr Ziel war wohl von vornherein, mich als maximal egozentrisch und völlig desinteressiert am Wohlergehen von Familien und Kindern darzustellen.
Damit hatte ich nicht gerechnet. Und „Panorama“ hatte ich so etwas nicht zugetraut – ich dachte, es gehe um beide Enden der Debatte, und ich sei am einen Ende eingeplant. Damit hätte ich gut leben können, wenn überhaupt Argumente von mir gebracht worden wären. Meine gründliche Befassung mit den Zahlen und meine Fragen und Abwägungen zum Thema wurden mit größter Konsequenz herausgeschnitten. Seriöser Journalismus ist etwas anderes. Und menschlich akzeptabler Umgang sowieso.

Unser Buch haben wir übrigens genau gegen polarisierende und herabsetzende Haltungen wie Ihre geschrieben. Aber Sie hatten ja nicht die Größe, hineinzuschauen.

Dass in dem Beitrag tatsächlich das Wort „parasitär“ vorkommt (auch wenn Sie es nicht selbst verwendet, sondern durch ein Zitat von Schreiber eingebracht haben), macht mir Angst. Wenn Sie das ernst meinen: Was sind dann für Sie zum Beispiel schwerbehinderte Menschen, die ja meist erstens kinderlos bleiben und zweitens auch nie in die Rentenkassen einzahlen? Sind Sie sich eigentlich der Geschichte und der Konsequenzen solcher Ausdrücke, angewendet auf Menschen, bewusst?

Erfreulicherweise wird die Diskussion in den Zuschauer_innen-Kommentaren auf der Panorama-Website differenzierter geführt, als es Ihnen möglich war.

Ich bitte Sie, mir eine DVD mit dem kompletten aufgezeichneten Interview aus dem „Odyssee“ zukommen zu lassen und mir zu gestatten, es auf unserer Website www.ichwillkeinkind.de und/oder auf Youtube zu veröffentlichen.

Gruß

Anja Uhling

 

Panorama hat diesen Brief und die Antwort von Herrn Berbner hier dokumentiert.

„Ich will kein Kind“ im DRadio Wissen und in der „Psychologie heute“

Heute ist auf DRadio Wissen ein kurzer Beitrag über unser Buch und über Menschen, die sich keine Kinder wünschen, gelaufen:

Zum Beitrag auf DRadio Wissen

Und die „Psychologie heute“ hat eine Besprechung veröffentlicht – sie rezensiert das Buch zusammen mit dem ebenfalls sehr lesenswerten Werk „Das Verschwinden der Frauen“ von Mara Hvistendahl.

Zur Rezension

 

Anja Uhling in der BILD

Heute wurde Anja Uhling kurz in der BILD porträtiert – zum Thema „Warum bleiben so viele Frauen kinderlos?“ Leider war nur für 19 Wörter Platz … Aber unser Buch wird erwähnt, für alle, die mehr über Menschen ohne Kinderwunsch wissen wollen.